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Mittwoch, 27. Februar 2008

NANTA COOKIN - 난타

NANTA. Die 5 Buchstaben die wohl auch als Namen fuer ein europaeisches Auto gut herhalten wuerden, stehen in Wirklichkeit fuer eine Performance Gruppe in Korea welche seit mehr als 10 Jahren in Korea unter auch ueber die Landesgrenzen hinaus fuer Furore sorgt. Hauptbestandteil der Performance bildet Trommel- und Schlagzeugmusik, welche mit Hilfe von Kuechenuntensilien erzeugt wird.

Die Gruppe kombiniert aber auch Theater, Comedy und Akrobatik auf sehr unterhaltsame Weise und spielt auf einer Buehne, welche einer grossen Kueche nachempfunden ist.


Mit meinen beiden Gaesten und HY ging es letzten Samstag Abend an die 8 pm Vorstellung von NANTA. Das ca. 100 minuetige Stueck hat uns wirklich begeistert. Ich wurde ungewollt auch noch Bestandteil der Show, als mich ein Schauspieler fuer eine kurze Sequenz auf die Buehne holte. (Merke: Als Auslaender nicht in den ersten Reihen sitzen...)

Auf Tour2 Korea (Deutsch) gibts eine ausfuehrlichere Beschreibung der Performance, sowie Informationen zur Verkehrsanbindung. Die offizielle Homepage ist hier zu finden.



Donnerstag, 14. Februar 2008

Seoul Museum of History

Was an koreanischen Museen auffaellt ist deren grosse Interaktivitaet. Mittels Multilmedia Plattformen erhalten Besucher interesssante Zusatzinformationen: beispielsweise wird ein virtueller Gang durch Palaeste in alten Dynastien ermoeglicht, virtuelles Anprobieren von traditionellen Kostuemen oder auch ein Zeichentrickfilm, welcher das Alltagsleben im 14. Jahrhundert zusammenfasst kann angeschaut werden. Im Museum sind auch sogennante Touch-Museum Abschnitte zu finden, in welchem Ausstellungsobjekte angefasst werden koennen und man auf dem TV-Screen neben an gleich ueber interessante Details informiert wird.

Uebrigens kann man sich im Seoul Museum of History auch kostenlos in ein tradionell koreanisches Gewand stecken lassen...zwei Ajummas helfen einem dabei, so dass man die kostbaren Stuecke auch richtig ueberzieht. Da meine Begleitung insistierte habe ich den Spass mitgemacht. Das Resultat sieht man am Schluss des Eintrags...Ja,lacht nur....
Zum Seoul Museum of History lasse ich einfach mal die Kurzbeschreibung sprechen, welche sich auf der englischen Homepage befindet:

"The Seoul Museum of History is a municipal museum showing how the capital city has developed and transformed till this day through presenting its history and culture. The museum is a symbolic place of Seoul, which not only provides a sense of pride to its citizens and demonstrates the excellence of Korean culture to tourists, but also gives growing children an area to spread their wings of dreams and hope,"

Verkehrsanbindung:
- Gwanghwamun Station Exit 7 oder Seodaemun Station Exit 4
- Eintrittspreis: 700 KRW

Freitag, 8. Februar 2008

Koreanisches 'Schwingen'/Wrestling 씨름

Inspiriert durch einen Eintrag bei Korealove (im Uebrigen eine liebevoll designte und informative Website) habe ich mir heute einmal ein paar Kaempfe des Koreanischen Schwingens/Wrestlings live im Stadion angeschaut. Anlaesslich des Lunar New Years (Feiertage ab Mittwoch) fanden die Kaempfe in der Umgebung der Dongkuk University Subway Station (Exit 5) im Jangchung Stadion statt.

Als ich ankam wollte ich mir erstmal ein Ticket besorgen. Der Securitymann versicherte mir dann aber das der Anlass woll gratis ist und ich mir einen Platz aussuchen kann. Das Stadion war fast voll und nur noch wenige Sitze mit Sicht auf den Ring waren frei, so dass ich die meiste Zeit stehend dem Geschehen zusah.


Der Sport aehnelt dem japanischen Sumo und gleicht auch dem in der Schweiz bekannten 'Schwingen' und Ringen. Der Kampf folgt einem genauen Prozeder, das von verschiedenen Schiedsrichtern (3?) verfolgt wird. In der Startposition sind die Gegner knieend gegenueber positioniert und fassen sich an den gegnerischen Guertel. Nach einem Pfiff des Referees muessen die beiden aufstehen und nach einem erneuten Okay des Schiedsrichters kann der Kampf dann in die heisse Phase gehen. Das Ziel ist den Gegner auf den Boden zu zwingen, wobei das Duell gewonnen ist, wenn ein Koeperteil oberhalb des Knies des Konkurrenten den Boden beruehrt.



Die meisten Kaempfe dauerten nur wenige Sekunden und wurden jeweils mit einem Jubelschrei des Gewinners und dem frenetischen Applaus des Publikums gefeiert. Die mehreren tausend Besucher, waren abgesehen von ein paar Jugendlichen eher aeltere Semester und Rentner. Die Kaempfer hingegen waren wohl junge Mitzwanziger, natuerlich ziemlich massig und oft war nicht definierbar, ob es sich nun um Muskelmasse oder Fettpolster handelte. Einer der Kaempfer ist allen Zuschauern durch seine wirklich imposante Statur aufgefallen. Mit. 190 cm und 200 kg Koerpermasse hatte er zumindest in koerperlicher Hinsicht einen Vorteil gegenueber seinen Gegner, die zwar auch nicht gerade schmaechtig waren, aber doch auch nicht so massig wie man es von Sumo Kaempfern kennt. Dieser koreanische Kampfriese schaffte es bis ins Finale, wo er jedoch den kuerzeren zog und knapp verlor.



Tja und mit eben diesem Goliath habe ich mich dann noch ablichten lassen. Im schwarzen Trainingsanzug sieht mein neuer Kumpel schon fast wieder friedlich aus....aber in meiner Fotogallerie sieht man, dass der Typ wirklich ein Riesenkoloss ist.


Einen Gewinner gab es natuerlich auch noch, der standesgemaess eine Riesentrophae und einen Check ueber 20 Mio KRW (ca. 20-000 USD) ueberreicht bekam. Die Reporter und VIP-Delegationen rissen sich um den Star des Nachmittags, so dass es mir nicht gelang eine Privataudienz (sprich Foto) beim erfolgreichen Kaempfer zu erhalten...Aber ein schoenes Siegerfoto gelang mir doch noch:





Ssireum - Traditionelles Koreanisches 'Schwingen'/Wrestling

Sonntag, 27. Januar 2008

Apgujeong 압구정 - Fashionmekka und Plastic Surgery Heaven

Dieses Weekend gab es zwei kurze Ausfluege - ich bin tatsaechlich von der Toilette weggekommen... - nach Apgujeong am Freitag Nachmittag und Bupjeong Sonntag.



Apgujeong wird in den Reisefuehrern und den einschlaegigen Blogs oftmals als das Beverly Hills 'Seouls' bezeichnet. Hier sollen sich Stars und Sternchen in den Bars/Clubs die Tuerklinke in die Hand geben und die 'Rodeo Street' zum hochpreisigen Shopping in Designerlaeden einladen. Da ich nicht zur lokalen Prominenz gehoere und mein Stipendium Shoppingausfluege stark einschraenkt, musste ein kurzer Nachmittagsausflug fuer mich genuegen.

Die Shoppingmeile 'Rodeo Street' ist wohl um die 2-3 Busstationen von der Subway-Station entfernt, aber wenn man gut zu Fuss ist, kann man den ca. 15 minuetigen Fussmarsch auch anders zueruecklegen. Die Flaniermeile ist voll mit schicken Mode-Boutiquen und wohl kleinen Labels fuer Fashion-Verrueckte. Auch einige schoene Cafes und Restaurants sind in der naeheren Umgebung angesiedelt und laden zum Verweilen ein. Die Preise sind allerdings oft ein gutes Stueck teurer als in Seoul, mit einem gewissen 'Apgujeong Zuschlag' muss der Besucher hier rechnen.



Die Designer Laeden sind nicht alle unmittelbar an der Rodeo-Street angesiedelt. Alles was Rang und Namen hat ist jedoch in der naeheren Umgebung zu finden. In den zwei Galleria Gebaeuden sind dann alle hochpreisigen Designer und suendhaft teuren Bric-a-brac Produzenten kompakt vertreten. Die beiden Konsumtempel fallen durch architektonisch auf durch die spezielle Aussen'haut', welche je nach Licht/Sonneneinstrahlung anders reflektiert. Das West-Gebaeude ist gross mit dem Louis Vuitton Schriftzug versehen und einfach zu erkennen. Wer das noetige Kleingeld mitbringt, oder einfach mal auf Windowshopping machen will, sei ein Besuch in den beiden Galleria Gebaueden ans Herz gelegt.



Das Fashion und Shopping Mekka komplettiert dann noch das riesengrosse Shopping Center von Hyundai (ja die produzieren nicht nur Autos...), das an einem der Exits der Subwaystation gelegen ist. Wer Geld uebrig hat, kann sich beispielsweise einen Fruechtekorb fuer 125-000 KRW (ca. 145 CHF) goennen bzw. als Geschenk fuer Bekannte/Verwandte kaufen. Das in Apgujeong viel umgesetzt wird, zeigt sich wohl auch in der ueberdurschnittlich grossen Anzahl von auslaendischen Automarken, welche hier in der Umgebung anzutreffen sind. Ich habe in Seoul noch nie so viele Deutsche (Porsche, BWM, Benz) und andere nicht-koreanische Autos in einer Gegegend gesehen wie in Apgujeong. Man zeigts halt, wenn man es hat...





Nun, Apgujeong ist nicht nur ein Fashion Mekka in Korea, sondern gilt auch in Sachen Schoenheitsoperationen als 1. Adresse in Korea. Plastic Surgery ist in Korea biiiiig business, das faellt einem spaetestens auf, wenn man die Werbung im Subway oder ueberdimensional auf der Busseite entdeckt. Die Gegend um Apgujeong verdeutlich einem dann nochmal wie stark das Business hier an Bedeutung gewinnt, denn buchstaeblich an jeder Ecke findet man Schriftzuege auf Gebaueden, die einem ein 'small face' (ganz wichtig in Korea...) oder 'big eyes' (eigentlich schon Standard Operation fuer koreanische Maedels...) versprechen. Die Aerzte preisen ihre Dienste auch gerne gleich selbst an und zeigen ihre laechelnden Fratzen auf dem Werbeplakat. Ob die meine Nase wohl richtig in Form bringen koennten? :)





Plastic Surgery in Korea wuerde mal einen ganzen Blog Post verdienen. Vielleicht ein anderes Mal, denn jetzt fallen mir die Augen zu...und ich will ja meine Traenensaecke nicht noch weiter strapazieren...


Apgujeong

Donnerstag, 24. Januar 2008

Milk-Ajummas - Milchproduktvertrieb mal anders

In Korea kriegt man eigentlich fast alle 'westlichen' Nahrungsmittel, solange man bereit ist einen oftmals ueberrissenen Preis zu bezahlen, beispielsweise kriegt man bei Lotte ein deutsches Muesli fuer 12'000 KRW (mehr als 13 CHF...). Auch Milchprodukte sind oefters hochpreisig, selbst einheimische Milch und Yoghurts sind nicht selten teurer als in der Schweiz oder Deutschland. Die Auswahl der Milchprodukte ist im Vergleich zu Europea eher bescheiden, aber man findet das Essentielle (Yoghurts, Milch, eine kleine Auswahl von Kaese, Milchdrinks)

Fuer mich als Milchprodukt-Junkie stehen gerade Yoghurts und Milchdrinks hoch im Kurs. Besonders begeistert habe ich darum auf die "Milk-Ajumma" reagiert, auf die ich ich waehrend meines Praktikums vor 2 Jahren das erste Mal aufmerkam geworden bin. Meine Wortschoepfung "Milk-Ajumma" trifft auf die in schickem gelb gekleideten Damen hin, die in Koreas Wohnsiedlungen mit ihrem Milch-Waegelchen verkehren.


Sie stossen - oftmals elektrisch unterstuetzt - ihre Waegelchen durch die Gegend und versuchen ihre Produkte in der Gegend abzusetzen. Sie verkaufen allerlei Milchprodukte wie Yoghurts und Milchdrinks. Jede Milk-Ajumma scheint ihr zugeiltes Gebiet zu haben (erinnert mich irgendwie an die Aussendienstler ion der Versicherungsbranche :)] und verkauft ihr Ware vor allem auch in Schulgebieten. Auf jedenfall eine gute Sache die Milk-Ajummas.

Nadal-Tsonga beginnt..muss ans Radio :) cya

Donnerstag, 27. Dezember 2007

Deoksugung Palace

Nach meinem gestrigen Abstecher zur City Hall habe ich die Gelegenheit noch dazu genutzt, um den Deoksugung Palast zu besuchen, der nur ein paar wenige Meter von der City Hall entfernt liegt. Es ist ein eher kleiner Palast, der einem aber die Gelegenheit gibt, sich fuer ein paar Minuten von dem Grossstadttrubel zu erholen.




Das Spezielle fuer mich an diesem Palast ist seine Lage inmitten der Stadt. Auf den Photos sieht man gut, wie sich hier Moderne und Tradition treffen.

Eintritt: 1'000 KRW (ca. 1,30 CHF) / mit Student ID habe ich 500 KRW bezahlt
Oeffnungszeiten: 9 AM - 6 PM* (abhaenging von der Jahreszeit)
Montags geschlossen.
Subway-Anschluss: Station 'City-Hall' Exit-Nr. 2


Fuer genauere Infos diesem Link folgen (Englisch/Koreanisch)

Deoksugung Palace, Seoul


Mittwoch, 26. Dezember 2007

Der Baer ist los - Ice Skating in Korea

Heute Nachmittag bin ich wiedermal in Richtung Stadtzentrum aufgebrochen und hab mir vorgenommen, bei der Eisflaeche vor dem Rathaus ein paar Schnappschuesse zu machen. Es war wirklich ein riesiger Spass den Leuten beim Eislaufen zu zuschauen. Schadenfreude eben :)
Diesen Winter scheinen Muetzen und Handschuhe in 'Tierform' besonders angesagt zu sein. Eine sehr bekannte Baeckereikette hier (Paris Baguette) hat die Eisbaerenmuetze guenstig wahrend der Weihnachtszeit angeboten.


Wo man hin schaut, entdeckt man momentan als Eisbaeren getarnte Koreaner jedes Alters. Seht selbst:











Mehr Bilder gibts bei einem Klick auf das folgende Pic:


Ice Skating City Hall

Samstag, 22. September 2007

Chuseok - Thanksgiving Holiday

Gemeinsam mit ca. 46 Millionen anderen, werde ich mich diese Woche aufmachen und quer durch Korea reisen. Ich folge einer Einladung eines guten koreanischen Freundes, der mich zu seiner Familienfeier in Busan eingeladen hat. Die Koreaner feiern nämlich von Montag bis Mittwoch das traditionelle Chuseok Fest, eine Art koreanischen Thanksgiving. Ich hatte schon mal vor 2 Jahren die Gelegenheit an einer traditionellen Chuseok Zeremonie teilzunehmen und bin somit einigermassen vorbereitet, auf das, was mich erwartet: Viel viel Essen und noch mehr Trinken. In der Regel kommen beim Chuseok Fest alle Familienmitglieder zusammen und man trifft sich beim Familienoberhaupt, um dort gemeinsam den Vorfahren zu gedenken.


Meine Reise in den Süden nach Busan trete ich Montag morgen mit dem Hochgeschwindigkeitszug KTX an, der mich in ca. 3 Stunden nach Busan bringen wird. Obwohl mich auch die Familie von HY eingeladen hat, habe ich mich entschieden nach Busan zu gehen, da diese Gelegenheit wohl nicht so schnell wieder kommen wird. Bei HY hat dies natürlich wieder ein mittleres Erdbeben ausgelöst und ihre Familie wird wohl eingeschnappt sein, aber ich muss und will hier unabhängiger werden und sollte meinen kleinen Freundeskreis in Korea pflegen und nicht nur auf HY fixiert sein.

Die Profs haben uns reichlich mit Lesestoff ausgestattet und uns mit einem Augenzwinkern "nice holiday" gewünscht...Wenn ich nicht gerade einen 2 Tages Hangover habe, dann bleibt mir hoffentlich noch Zeit, die eine oder andere Seite zu lesen.

Vor meiner Reise nach Busan werde ich mich Sonntag Abend vorraussichtlich noch mit einem Bekannten aus dem Koreanischsprachkurs (Zürich) treffen. Ich freue mich, wiedermal ein paar Worte in Schweizerdeutsch zu wechseln und den einen oder anderen Soju zu Galbi und Kimchi zu kippen.

Bis denne